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PC - Action - Deutsch Usk: k.J. (keine Jugendfreigabe) - Publisher: Ubisoft Derzeit nicht im Handel (VÖ-Datum: 25. März 2004)
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|  | | Review

Seit der letztjährigen E3 sorgt der Ego-Shooter des Coburger Entwicklers Crytek auch in der internationalen Fachpresse für Furore. Was unter anderem daran liegt, dass als Schauplatz für das actiongeladene Gameplay ein Inselparadies dient, wie man es in dieser Form am PC noch nicht gesehen hat.
Die traumhafte Inselwelt von "Far Cry" scheint einem Urlaubsvideo entsprungen zu sein: Unterlegt von passenden Geräuschen, zaubert die selbst entwickelte CryEngine eine üppige und detailreiche Vegetation auf den Bildschirm, lässt Pflanzen sich im Wind wiegen und Wasser ans Strandufer spülen, dass es eine Freude ist. Für Schiffseigner Jack Carver, der die Reporterin Valerie gegen Bezahlung auf einer der Insel absetzen soll, entpuppt sich das vermeintlich unberührte Paradies hingegen schnell als grüne Hölle: Valerie verschwindet spurlos und Carvers Segelyacht wird von skrupellosen Söldnern in die Luft gejagt. Carver überlebt und findet ein Funkgerät, über das er fortan Infos und Anweisungen von einem gewissen Harlan Doyle erhält, der sich bestens mit Inselarchipels auszukennen scheint. So erfährt Carver, dass Dr. Krieger die Abgeschiedenheit der Inseln nutzt, um in seinen Labors ungestört kriminelle Genexperimente durchzuführen. Obwohl es um Carvers Überlebenschancen als Eindringling also denkbar schlecht steht, soll er Valerie aus den Klauen der Häscher befreien und den fiesen Wissenschaftler dingfest machen.
Im Unterschied zu herkömmlichen Ego-Shootern gibt es bei "Far Cry" meist mehrere Wege, um ein Missionsziel zu erreichen. Zudem ist ein unauffälliges Vorgehen oberstes Gebot, um nicht die Aufmerksamkeit der Wachposten auf sich zu lenken und Alarm auszulösen. Wichtigster Austrüstungsgegenstand des Spielers und zugleich wesentliches Spielelement ist ein Hightechfernglas. Mit ihm lässt sich ein Objekt in einer Entfernung von bis zu 800 Metern heranzoomen und überdies erfasste Personen belauschen. Trotz der Schleicheinlagen wird bei "Far Cry" Action groß geschrieben. Ist der Spieler anfangs lediglich mit einer Pistole unterwegs, steht ihm nach und nach ein gutes Dutzend Handfeuerwaffen zur Verfügung; zudem kann er hinter installierten Flakgeschützen Stellung beziehen. Ganz im Zeichen der Zeit, sind steuerbare Vehikel wie Buggy, Kanonenboot und Flugdrachen das Salz in der Suppe. Multiplayerfans werden mit drei Spielmodi bedient, darunter die teambasierte "Assault"-Variante.
Mit "Far Cry" legt Crytek ein beeindruckendes Erstlingswerk vor, dessen abwechslungsreicher Wechsel zwischen Stealth- und Actioneinlagen immer wieder aufs Neue motiviert. Was die KI der Gegner betrifft, bleibt das spannende Actiongewitter leider ein wenig hinter den Erwartungen zurück. So stürmen die Soldaten für eine Attacke nicht selten auf den Spieler zu, statt ihn aus sicherer Entfernung zu eliminieren - wodurch sie ein leichtes Ziel abgeben.
Grafisch ist "Far Cry" eine Klasse für sich und besonders für Besitzer einer Grafikkarte der neuesten Generation ein echter Grund zur Freude. Befürchtungen, die Innenlevel könnten weniger gefällig ausfallen als das Inselszenario, sind unbegründet.
Fazit: "Far Cry" überzeugt mit frischen Ideen und liebevollen Details. Da dank spaßiger Fahr- und Flugabschnitte, überraschender Hubschrauberangriffen aus der Luft und fordernder Multiplayergefechte so schnell keine Langeweile aufkommt, dürfte der Titel auch auf internationalem Parkett mächtig Staub aufwirbeln.
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