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PC - Adventure - Deutsch Usk: ab 12 - Publisher: Koch Media VÖ-Datum: 20. August 2010
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|  | | Review

Bis 2012 müssen sich Fans von Nina und Max, den Protagonisten der "Geheimakte"-Spiele, noch gedulden. Dann schicken der Entwickler Animation Arts und der Publisher Koch Media die Serie in die dritte Runde. Zuvor müssen sich die Adventurefreunde an Fenton Paddock gewöhnen, den Helden aus "Lost Horizon". Doch die Kennenlernzeit dürfte äußerst kurz ausfallen, erinnert Fenton doch sehr an einen anderen bekannten Abenteurer, nämlich Indiana Jones. Paddock ist ein ehemaliger Soldat, der unehrenhaft aus der britischen Armee entlassen wurde. Im Jahr 1936 verdient er sich als Schmugglerpilot in Hongkong seine Brötchen, bis er in eine Verschwörungsgeschichte hineingezogen wird und am Ende mehr oder weniger die Welt vor bösen Mächten retten muss. Seine Widersacher - auch hier eine Parallele zu "Indiana Jones" - sind niemand Geringeres als die Nazis. Hitlers Schergen sind in Tibet auf der Suche nach einem Relikt, das eine ungeheure Macht in sich birgt. "Lost Horion" bietet klassische Point&Klick-Kost auf hohem Niveau.
Die Rätsel sind allesamt logisch, anfangs noch einfach zu lösen, steigen aber recht flott im Schwierigkeitsgrad an. Natürlich verzichtet Animation Arts nicht auf etablierte Komfortfunktionen wie eine Hotspotanzeige. Zwischendurch drehen die Entwickler auch an der Temposchraube, wenn etwa Fenton auf einem Laster unterwegs ist und seine Verfolger mit Feuerwerksraketen beschießt oder später feindliche Flugzeuge mit Lebensmitteln bombardiert. Manche Rätsel lassen sich nur zu zweit lösen. An diesen Stellen wechselt der Spieler per Knopfdruck zwischen dem Protagonisten und seiner Exfreundin Kim hin und her. Der Humor kommt selbstverständlich nicht kurz; gerade die zahlreichen Anspielungen auf alte Adventureklassiker sitzen. Auch optisch gehört "Lost Horizon" zum Besten, was das Genre momentan vorzuweisen hat. Vor sehenswerten handgezeichneten 2D-Hintergründen bewegen sich die 3D-Charaktere. Man merkt dem Spiel an allen Ecken und Enden an, dass die Entwickler viel Herzblut investiert haben, nicht zuletzt ins aufwendig gestaltete, rund 80 Seiten starke Handbuch, in dem sich u. a. ein Tagebuch von Fenton Paddock mit Hintergrundinformationen sowie eine Lösungshilfe für die ersten Spielstunden finden lassen. Fazit: Rundum gelungenes Point&Click-Adventure, das den Spieler für viele Stunden in seinen Bann zieht und nicht wieder loslässt.
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