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FÜR EINZELSPIELER VIEL ZU SCHADESTORY
"Brink" holt sich die Multiplayer-Krone
"Brink" verflechtet gekonnt Einzel- und Mehrspielermodus. Für Shooter-Fans ein absolutes Pflichtspiel!
Spieler sind in
ZoomSpieler sind in "Brink" ununterbrochen gefordert (Foto: Bethesda)

Wir schreiben das Jahr 2045. Das Projekt "Ark" ist gnadenlos gescheitert. Einst als geniale Zukunftsvision einer "absolut grünen Metropole" gepriesen, steht die schwimmende Stadt im Pazifik nun kurz vor einem alles vernichtenden Bürgerkrieg. Denn wo vor einiger Zeit noch 5000 Menschen in Frieden zusammenlebten, tummeln sich nun 50.000 Erdenbürger auf engstem Raum. Die meisten Neuankömmlinge hat der steigende Meeresspiegel auf die Arche getrieben. Die logische Folge der nicht kalkulierten Überpopulation: Ressourcenknappheit und der damit einhergehende Kampf zwischen zwei rivalisierenden Parteien um das, was noch übrig ist.

Während die Widerstandskämpfer eine faire Verteilung der Ressourcen anstreben, wollen die Sicherheitskräfte die Ark wieder zu dem machen, was sie einmal war, und all das schmarotzende Zuwanderergesindel ein für alle Mal loswerden. Willkommen in der Welt von "Brink"! Eine Welt, die Entwickler Splash Damage als unverbrauchtes Szenario für das nutzt, was das Londoner Studio am besten kann: Egoshooter, die insbesondere Teamplay in den Mittelpunkt rücken.

Das Problem: zu viele Menschen für zu wenig Ressourcen

Entsprechend darf die Kampagne jeder Fraktion mit bis zu sieben menschlichen Mitstreitern kooperativ angegangen werden. Wann sich jemand ins Geschehen einklinkt, spielt dabei keine Rolle. Nicht besetzte Mitspielerplätze füllt "Brink" stets mit clever agierenden KI-Kollegen auf. Oder auch mit anderen menschlichen Spielern - wenn es denn so gewünscht wird. Einmal auf dem Schlachtfeld, geht es sofort ans Eingemachte. Oder, besser gesagt, an die Erfüllung stets in Echtzeit aktualisierter Aufgabenziele. Wie die ausfallen, hängt wiederum von der gewählten Kämpferklasse ab.

Der Agent zum Beispiel kann sich vorzüglich tarnen und liebt den Umgang mit hochkomplexer Technik, ist also die beste Wahl, um ungesehen die Basis des Feinds zu infiltrieren und hier beispielsweise ein Computerterminal zu manipulieren, was wiederum einen sonst unpassierbaren Durchgang freilegt. Der Soldat dagegen gilt als Mann fürs Grobe, hat also in der Regel die Aufgabe, Dinge mit Sprengsätzen in die Luft zu jagen oder bei einem Sturmangriff den Vorschlaghammer zu spielen.

Temporeich, farbenfroh, optisch eine Augenweide und ständig motivierend

Die Grafik ist zum Niederknien, die Story spannend und ausgereift
ZoomDie Grafik ist zum Niederknien, die Story spannend und ausgereift (Foto: Bethesda)

Ganz anders der Ingenieur: Er greift mit seinen ganz eigenen Mitteln in den Kampf ein, positioniert zum Beispiel Geschütztürme, um bestimmte Orte zu schützen, oder peppt die Waffen seiner Teamkollegen auf, indem er ihnen mitten im Getümmel gezielt Waffenupgrades zuwirft. Bliebe noch der Sanitäter. Er hilft halb toten Kollegen auf die Beine, heilt Verletzte und macht sich auch sonst auf unterschiedliche Art und Weise nützlich. Um die Spieler dauerhaft bei der Stange zu halten, setzen die Briten außer auf abwechslungsreiche Kämpferklassen auf ein motivierendes Charakterverbesserungssystem. Jeder Abschuss, jedes erfüllte Missionsziel wird mit Erfahrungspunkten belohnt.

Sind genügend beisammen, winken unzählige Waffenupgrades, weitere skurrile Outfits und Dutzende neuer Heldenfähigkeiten, etwa die Möglichkeit, selbst dann noch feuern zu können, wenn die eigene Spielfigur verwundet am Boden liegt. Wirft man nun noch das System zur Überwindung von Hindernissen, die ungewöhnlich farbenfrohe, aber zugleich äußerst sehenswerte Grafik sowie die durch rasant geschnittene Zwischensequenzen temporeich vorangetriebene Story in die Waagschale, bleibt schon jetzt ein Egoshooter, der in dieser Form seinesgleichen sucht und ab dem 20. Mai garantiert für Furore sorgen wird.

Mach dein Ding!

Endlich die geilste Waffe haben oder den coolsten Helden stellen? Mit dem umfangreichen Editor von "Brink" ist das alles kein Problem mehr. Damit lässt sich nicht nur das Aussehen des Charakters ändern - auch Kleidung, Fähigkeiten und Waffen sind individuell anpassbar. Zunächst entscheidet man sich für einen leichten, normalen oder schweren Kämpfer. Je nachdem, wie diese Wahl ausfällt, ist man als Spieler agiler, kann mehr Schaden austeilen oder Treffer einstecken. Die Figur lässt sich optisch weiter mit Tattoos, Kopfbedeckungen oder Outfits anpassen. Im Lauf des Spiels lassen sich Erweiterungen freischalten, mit denen man beispielsweise die eigenen Waffen ordentlich aufmotzen kann.

Klima im Wandel

"Brink" spielt zwar in der Zukunft, ist von der Thematik aber brandaktuell. Im Jahr 2045 ist "Die Ark" der letzte Rückzugspunkt für die Menschheit. Nach dem Schmelzen der Polkappen und dem anschließenden Anstieg des Meerespiegels schwimmt die gigantische Stadt auf dem Pazifik. Die von den Gründervätern als ökologische Metropole geplante Ark ist heillos übervölkert. Um die letzen verbleibenden Ressourcen entbrennt ein erbitterter Kampf. Das klingt zunächt nach wilder Scienece-Fiction, doch die Umweltkatastrophen der vergangenen Jahre machen deutlich, dass sich die Menschheit mit den Folgen des selbst verschuldeten Klimawandels auseinandersetzen muss. Nimmt man noch die immer knapper werdenden Rohstoffe hinzu, erscheint das Szenario von "Brink" gar nicht mehr so unrealistisch.

FAZIT

Für mich ist "Brink" eines der spannendsten Spiele des Jahres, da es geschickt Einzel- und Mehrspielermodus verflechtet. Multiplayerfans, die gern im Team unterwegs sind, bekommen hier ein Actionbrett serviert, das dank taktischen Finessen, ständig anpassbaren Zielen und fliegenden Klassenwechseln jede Menge Abwechslung bietet und nie langweilig wird.

  14.04.2011


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